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Weihnachtsgebäck mit Tradition: Vanillekipferl

Vanillekipferl in der Iitala Taika Metalldose

Weihnachten wäre nicht weihnachtlich ohne unsere geliebten Vanillekipferl. Was kann es Schöneres geben, als eine Handvoll filigraner Kipferl in einem ruhigen Moment der Adventszeit zu einem Glas Wein zu genießen. Die Entspannung tritt bereits beim Backen dieses traditionellen Weihnachtsgebäcks ein. Unser Rezept ist ganz einfach und eine leichte Abwandlung der historisch überlieferten Version von 1911 – eben Vanillekipferl, wie wir sie mögen.

Vanillekipferl mit Eigelb – nicht klassisch, aber besser

Die Basis für unsere Vanillekipferl ist ein Mürbeteig, der eigentlich nur aus Mehl, Butter, Zucker und geriebenen Mandeln besteht. Weil das Formen der Kipferl aber so eine ziemlich krümelige Angelegenheit wäre und das Essen auch, erlauben wir uns, etwas Eigelb in den Teig zu geben. Das bindet den Mürbeteig, ohne die zarte Textur der Kipferl zu zerstören.

Zutaten (für zwei Backbleche): 220 g Butter, 200 g Zucker, 1 Prise Salz, 1 Prise Zimtpulver, 2 Eigelb, 300 g Weizenmehl (Type 405), 60 geriebene Mandeln, 1 Vanilleschote, 50 g Puderzucker

Die Butter verkneten wir mit 80 g Zucker, Salz und Zimt zu einer glatten Masse. Die beiden Eigelbe dazugeben und unterrühren. Das Weizenmehl vermischen wir in einer separaten Schüssel mit den geriebenen Mandeln und geben die Mischung anschließend zu der Buttermasse. Mit einem Knethaken zu einem festen Mürbeteig verkneten.

Den Mürbeteig durchkühlen, damit das Formen klappt 

Den fertigen Mürbeteig formen wir zu einer Kugel, die wir in Frischhaltefolie einwickeln und für zwei Stunden im Kühlschrank kaltstellen. Es ist wichtig, dass der Teig gut durchkühlt und die Butter ihre feste Konsistenz zurückgewinnen kann. Sonst klappt das Ausrollen des Teiges und das Formen der Kipferl einfach nicht.

Vanillekipferl mit Puderzucker

Den Backofen heizen wir auf 180 Grad bei Umluft vor. Während der Ofen aufheizt, formen wir den Teig zu bleistiftdicken Rollen, die wir in vier Zentimeter lange Stücke aufteilen. Die Enden der Teigstücke in der Hand zu kleinen Spitzen rollen und sanft zu Kipferln biegen. Auf zwei mit Backpapier belegten Blechen für 10 Minuten im Ofen backen.

Mark einer Vanilleschote, keine synthetische Substanz

Die Vanilleschote teilen wir der Länge nach mit einem kleinen Messer und kratzen das Mark heraus. Den Siegeszug der Vanillekipferl haben wir übrigens einer chemischen Substanz zu verdanken. Ein deutscher Forscher erfand gegen Ende des 19. Jahrhunderts einen synthetischen Ersatz für das Mark der Vanilleschote und taufte es auf den Namen »Vanillin«. Weil echte Vanilleschoten für das Gros der Bevölkerung zu jener Zeit unerschwinglich war, schien Vanillin ein adäquater Ersatz zu sein.

Aber bitte: Tun Sie es nicht. Kaufen Sie kein Vanillin. Kaufen Sie eine richtige, echte Vanilleschote, die es mittlerweile sogar bei Aldi im Doppelpack für rund zwei Euro gibt. Vanillin gehört ins Chemielabor, aber nicht in Ihre Küche. Wirklich, ganz ehrlich, wir meinen es nur gut mit Ihnen.

Vanillekipferl wollen heiß im Zucker gewendet werden

Vermengen Sie das Mark der Vanilleschote mit dem restlichen Zucker in einer flachen Schale. Nehmen Sie die Kipferl aus dem Ofen und wälzen Sie diese, so lange sie noch heiß sind, in der Zucker-Vanille-Mischung. Dann verbindet sich die Mischung am besten mit den Kipferln und geht – mit etwas Glück – eine karamellähnliche Verbindung mit den Vanillekipferln ein.

Vanillekipferl auf einem Weihnachtsteller

Zum Schluss bestäuben wir unsere Vanillekipferl mit etwas Puderzucker. So sehen sie wie frisch beschneit aus und wir können einfach nicht anders: Ganz zart reinbeißen und genießen! Aufbewahren lassen sich die Kipferl am besten in Metalldosen – zum Beispiel in der wunderschönen Taika-Dose von Iittala, die es bei unseren Freunden von Connox gibt.

Genießen Sie die Adventszeit!

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