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Geschichte des Champagner und weshalb er als Geschenk unersetzlich ist

Champagner Geschenk

Rund tausend Jahre alt ist die Geschichte des Weinbaus in der Champagne. Doch Champagner, wie wir ihn heute lieben, gibt es eigentlich erst knapp seit dem 17. Jahrhundert. Es war der Benediktinermönch Dom Pérignon, der es in seiner Abtei in Hautvillers zu Weltruhm brachte. Zu dieser Zeit war es verboten, Champagner in Flaschen zu transportieren. Das klassische Champagner-Geschenk, das heute zu jedem Anlass funktioniert, gab’s damals noch nicht.

Drahtgestell macht Champagner zum Kassenschlager

Bis 1728 dauerte das Transportverbot an. Kaum einer bekam es zunächst mit, dass es Dom Pérignon war, der das Drahtgestell um den Korken – die sogenannte Agraffe – erfunden hatte. Dom Pérignon schaffte es, den Korken zu bändigen und ohne seine aus heutiger Sicht banale Erfindung wäre aus Champagner wohl nie ein Kassenschlager geworden.

Erst mit der Aufhebung des Transportverbotes wurden Champagner-Geschenke machbar. Heute undenkbar! Denn was gibt es Schöneres, als guten Freunden ein feines prickelndes Geschenk zu machen? Das dachte sich wohl auch 1729 Nicolas Ruinart mit der Gründung des ersten Champagnerhauses, der auch weitere Winzer mit auf den Plan rief. Darunter heute noch führende Häuser wie Möet, Bollinger, Perrier-Jouët und Heidsieck.

Rosé erobert die Herzen der Champagner-Fans

Ende des 18. Jahrhunderts wurde der erste Rosé-Champagner kreiert. Das Haus Veuve Clicquot war es. Oder besser gesagt, die Grand Dame des Champagners, Barbe-Nicole Clicquot-Ponsardin. Zu jener Zeit erfreute sich Champagner in Frankreich und vor allem in Paris größter Beliebtheit. Madame Clicquot war der überzeugendste Marketingstar dieser Zeit – sie trank gern und viel Champagner und eroberte die Herzen und Geldbeutel der französischen Gesellschaft.

Wir wissen nicht, ob damals in Paris bereits Champagner-Geschenksets angesagt waren. Immerhin war es möglich, Champagner zu versenden. Doch von der Transportfreigabe bis zur noblen Etikettierung sollte es noch einmal rund hundert Jahre dauern. Erst 1830 wurden schicke Labels en vogue und haben sich seit dieser Zeit bis heute kaum verändert.

Champagner für die ganze Welt

Erst 50 weitere Jahre später erlangte Champagner internationale Beliebtheit. Rund 35 Millionen Flaschen wurden damals pro Jahr verkauft. Champagner Verschicken in aller Herren Länder war schon damals angesagt und der Großteil des Absatzes ging bereits ins Ausland – vor allem in die USA und nach Großbritannien.

Der nächste Meilenstein der Champagner-Geschichte wurde im Jahr 1874 erreicht. Madame Pommery, schon damals eine bekannte, illustre Winzerin, kreierte den ersten »brut« – herben Champagner-Genuss, den wir heute nicht missen wollen. Doch die Champagner-Erzeuger erlebten nicht nur prickelnde Zeiten. Ein rabenschwarzes Jahr für die Champagne war das Jahr 1895. Die Reblaus schlug erbarmungslos zu und es dauerte Jahre, bis sich die Region von ihr erholen konnte.

Champagner-Paragraph regelt die letzten Fragen

Ein Meilenstein in der Geschichte des Champagners wurde nach dem Ersten Weltkrieg mit dem Versailler Vertrag geschrieben. Er enthielt den bekannten Champagner-Paragraphen, der die Herkunftsbezeichnung für Champagner endgültig festschrieb.

Und dann kam auch schon Sir Winston Churchill, der fälschlicherweise als Alkoholiker-Legende in die Geschichte eingegangen ist. Klar gönnte sich Churchill hin und wieder ein Gläschen Pol Roger, blieb dabei aber stets seines wenig bekannten Resümees treu: »I have taken more out of alcohol than alcohol has taken out of me.« So soll es sein. Cheers!

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